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Atelier . . .

. . . die Stätte des Alchemisten

Der Besuch meines Ateliers ist immer interessant. Ein spezieller Arbeitsbereich gleicht einem Labor mit unzähligen unzähligen Gefäßen, Pipetten, Phiolen, Pulvern, Sprayflaschen, diversen Chemikalien, einem Bunsenbrenner und Reagenzgläsern. Der Maler führt hin und wieder tagelange Experimente u.a. mit diversen Binde- und Lösungsmitteln und ihren Wechselwirkungen zueinander durch. Es kommen z.B. folgende Materialien zum Einsatz: Baum-Harze, diverse Wachssorten, (Sprüh)-Lacke, selbst eingefärbte Schellack-Sorten, Klebstoffe, Bitumen, Alkohole, Teer, Korund, Rost, Ammoniak, Casein (Milcheiweiß), Leime, diverse Acrylbinder und Öle, Terpentin-Sorten, Ochsengalle, organische und anorganische Pigmente, Sägemehle, feinkörnige Sande (z.B. Hämatit-Sorten), Beizen, Steinmehle, Sumpfkalk, und viele andere Stoffe. Die Materialien gehen oft hoch spannende Verbindungen miteinander ein und vereinen sich auf unterschiedlichen Bildträgern des Künstlers wie z. B. Holz, Jute, Leinwand oder Bitumen-Pappen.

Ein Blick hinter die Kulissen

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Bild-Genese
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Bildträger und Rahmen

In der Regel male ich auf Leinwänden, die ich teilweise aus Keilrahmen herstelle und dann mit diversen Stoffen beziehe (Leinen, Baumwoll-Gemische, Jute und auch das schwere Bitumen-Material).

Aber auch Holz-, Holzfaser- und Kunststoffplatten werden genutzt, nicht nur weil man darauf mit Werkzeugen wie Spachteln "heftiger" zur Sache gehen kann, sondern auch, weil jede Oberfläche ihre individuellen Eigenschaften hat. So ätzen sich z. B. verschiedene Lacke in Kunststoff-Oberflächen ein, was einen interessanten Effekt erzielt, der auf anderen Oberflächen so nicht möglich wäre.

Die Rahmen für meine fertigen Arbeiten auf Platten baue ich gerne selbst - in der Regel aus Eichenholz - denn ich bin der Meinung, dass die eigene Rahmung zu einem gelungenen Abschluss meiner Bilder gehört.

Werke auf "Leinwänden" rahme ich jedoch bewusst nicht, da ich grundsätzlich tiefe Keilrahmen bevorzuge, deren Leinwand-Ränder wunderbar mit gestaltet werden können und so einen wichtigen Beitrag zur Wirkung meiner Arbeiten beitragen.

Materialien und Techniken

Es gibt viele Werkzeuge und Techniken, mit denen man Farbe, Lacke, Harze, Öle, Wachse, Strukturgele, formbare Massen, pulverige Stoffe, Bindemittel u. a. auf Bildträger aufbringen kann.

 

Für meine abstrakten und halb-abstrakten Arbeiten experimentiere ich mit unterschiedlichen Materialien und ihren aufregenden chemischen und physikalischen Eigenschaften auf den o. g. Bildträgern.
 

Teilweise lasse ich die Leinwände oder andere textile Untergründe von der Natur selbst "vorbehandeln", bevor ich sie weiter bearbeite. So lege ich sie z. B. für Wochen in Bachläufe, unter Bäume, auf Waldwege, in Kuhställe oder vergrabe sie und setze sie dadurch verschiedenen Elementen wie Rauch, Hitze, Kälte, Regen, Vakuum, Eis, Wasser oder mechanischen Beanspruchungen aus.

Maltechniken, die zur Anwendung kommen sind z. B.

Spachteltechniken, Acrylmalerei, Dripping, Kratztechnik, Collage, Lasur, Adhäsionstechnik,Airbrush, 

Encaustik, Nass-in-Nass, Mischtechnik etc.

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